Seite 07 / 08 · Qualität & Review

Automatik heißt nicht ungeprüft

Vollautomatische Verarbeitung ist nur dann etwas wert, wenn sie erkennt, wann sie sich unsicher ist. Zwei Gates halten unsichere Fälle zurück, ein Journal macht jeden Durchlauf nachvollziehbar, und eine Korrektur-Workstation bringt geprüfte Fälle ohne erneute Analyse zurück in die Kette.

Gate 1 · vor der Analyse

Klassifikations-Gate

Liegt die Konfidenz der Dokumentart unter dem Schwellwert, geht das Teildokument nicht in die Analyse, sondern in die Prüfliste. Das Split-Dokument bleibt für Vorschau und Wiederverarbeitung liegen. Der Schwellwert des Klassifikatormodells überschreibt einen globalen Vorgabewert; ist keiner gesetzt, ist das Gate aus.

Wirkung: keine Analysekosten für zweifelhafte Zuordnungen
Gate 2 · vor der Zustellung

Extraktions-Gate

Unterschreitet das Extraktionsergebnis die Qualitätsschwelle des Modells, wird es trotzdem gespeichert — aber nicht zugestellt. Das gespeicherte Ergebnis ist die Arbeitsgrundlage der Korrektur; danach genügt ein Zustellversuch ohne neue Analyse. Ohne Konfidenzwert greift das Gate nicht.

Wirkung: keine schlechten Metadaten im Zielsystem
Journal — jedes Dokument hat einen Endzustand
Batch
chevron_right
Classified
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Analyzed
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Mapped
chevron_right
Endpoint:<Ziel>
Succeeded
Skipped mit Grund
Failed mit Fehlertext
Prüfung Klassifikation
Prüfung Extraktion

Der Dokumentschlüssel ist der Klassifikator-Ausgabepfad — er verbindet alle Stufen eines Falls. Neue Zustellziele erscheinen automatisch im Monitor, weil Endpunkt-Stufen generisch gruppiert werden.

Korrektur-Workstation
label
Kategorie überschreiben — Reviewer setzt die richtige Dokumentart; das Blob-Metadatum wird korrigiert und die Extraktion startet.
edit_note
Felder und Tabellenzellen korrigieren — Änderungen greifen auf dem gespeicherten Ergebnis, anschließend Zustellung ohne Re-Analyse.
block
Verwerfen — terminaler Endzustand im Journal; das Dokument bleibt liegen, es wird nichts gelöscht.
Ausgänge

Das Extraktionsergebnis ist ziel- und engine-neutral. Was damit passiert, entscheiden Adapter — nicht der Verarbeitungscode. Ein neues Zielsystem ergänzt einen Adapter; Dispatch, Ablage-Politik und Monitor bleiben unverändert.

DokumentenmanagementObjekt + Eigenschaften
REST-Ziele (n je Modell)Platzhalter statt Skript
DatenexportBatch-Ausgabe
Pflicht-Ziele entscheiden über den Abschluss; optionale Fehler halten den Fall nicht auf.
Wiederholte Zustellung ist idempotent geschlüsselt — ein erneuter Versuch erzeugt kein Duplikat.
Geheimnisse stehen nie in der Datenbank, nur ihr Referenzname; ausgehende Adressen prüft ein Ziel-Guard.
Bekannter Zustand im Branch develop

Der Schreibpfad in das Dokumentenmanagement ist derzeit nicht aktiv — die angebundene Facade arbeitet lesend. Der REST-Adapter ist damit aktuell der einzige durchgängig funktionierende Ausgang. Die Kette selbst ist davon unberührt: der Adapter meldet den Fehler als Ergebnis, der Fall bleibt wiederholbar liegen.