Automatik heißt nicht ungeprüft
Vollautomatische Verarbeitung ist nur dann etwas wert, wenn sie erkennt, wann sie sich unsicher ist. Zwei Gates halten unsichere Fälle zurück, ein Journal macht jeden Durchlauf nachvollziehbar, und eine Korrektur-Workstation bringt geprüfte Fälle ohne erneute Analyse zurück in die Kette.
Klassifikations-Gate
Liegt die Konfidenz der Dokumentart unter dem Schwellwert, geht das Teildokument nicht in die Analyse, sondern in die Prüfliste. Das Split-Dokument bleibt für Vorschau und Wiederverarbeitung liegen. Der Schwellwert des Klassifikatormodells überschreibt einen globalen Vorgabewert; ist keiner gesetzt, ist das Gate aus.
Extraktions-Gate
Unterschreitet das Extraktionsergebnis die Qualitätsschwelle des Modells, wird es trotzdem gespeichert — aber nicht zugestellt. Das gespeicherte Ergebnis ist die Arbeitsgrundlage der Korrektur; danach genügt ein Zustellversuch ohne neue Analyse. Ohne Konfidenzwert greift das Gate nicht.
Der Dokumentschlüssel ist der Klassifikator-Ausgabepfad — er verbindet alle Stufen eines Falls. Neue Zustellziele erscheinen automatisch im Monitor, weil Endpunkt-Stufen generisch gruppiert werden.
Das Extraktionsergebnis ist ziel- und engine-neutral. Was damit passiert, entscheiden Adapter — nicht der Verarbeitungscode. Ein neues Zielsystem ergänzt einen Adapter; Dispatch, Ablage-Politik und Monitor bleiben unverändert.
Der Schreibpfad in das Dokumentenmanagement ist derzeit nicht aktiv — die angebundene Facade arbeitet lesend. Der REST-Adapter ist damit aktuell der einzige durchgängig funktionierende Ausgang. Die Kette selbst ist davon unberührt: der Adapter meldet den Fehler als Ergebnis, der Fall bleibt wiederholbar liegen.